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Entgiften & Aufbauen
 

Wenn Gitfstoffe, Schwermetalle und Toxine im Körper zurückbleiben helfen Infusionen  schnell und tief in den Zellen das Problem zu beheben.

Drogen- und Spritze

Warum Infusionen?

Infusionen wirken schneller und haben eine erhöhte Bioverfügbarkeit als orale Gaben von Medikamenten.

Bei manchen Substanzen kann die wirksame Dosis nicht durch orale Gaben erreicht werden

 

Chronische Erkrankungen können  Folge einer schlechten Entgiftungskapazität des Körpers sein! 

Mitochondrien erkranken durch übermäßig freie Radikale- reaktive Formen des Sauerstoffs- Belastung. Unser Körper ist im Normalfall in der Lage diese belastenden Stoffe zu entgiften und das ist abhängig von intakten Mitochondrienfunktionen.

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Durch Umweltgifte (Luftverschmutzung, Wasserverunreinigung, Bodenbelastung die wir oft mit der Nahrung zu uns nehmen) entstehen sehr viele freie Radikale im Körper. Unser Stoffwechsel ist in der Lage diese belastenden Stoffe zu entgiften. Dies ist jedoch von einer vollständigen Mitochondrienfunktion abhängig. 

Besonders anfällig gegenüber freier Radikalen sind die mitochondrialen Membranen. Sind diese Membranen beschädigt, ist die Kontrolle des Stoffaustausches über die Membranen defekt! Sind die Mitochondrien erkrankt ist das Entgiftungssystem gestört.

 

Die betroffenen Personen leiden unter: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hautproblemen, Infektanfälligkeit, Rheuma, Autoimmunerkrankungen, Allergien, Depression, Bluthochdruck, Übergewicht, Leaky-Gut-Syndrom, Verdauungsbeschwerden, unklare Schmerzen.

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1. Mitochondrien – viel mehr als nur die Kraftwerke unserer Zellen

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Unter dieser Beschreibung kann sich fast jeder etwas vorstellen, denn in zahlreichen Fachbüchern wird vor allem die Energieproduktion als eine der Hauptaufgaben der kleinen Organellen hervorgehoben.

Aber diese kurze Darstellung wird der Vielzahl der Funktionen eines Mitochondriums nicht gerecht. Auch wenn die Zellatmung und Synthese von ATP für unser Überleben essenziell ist, so steckt noch sehr viel mehr in einem Mitochondrium.

Das Zellorganell ist Schauplatz vieler Stoffwechselreaktionen und Funktionen:

  • Stoffwechsel von Aminosäuren, Lipiden und Nukleotiden und anderen Metaboliten

  • Biosynthese von Eisen-Schwefel (Fe/S)-Clustern als Cofaktoren für mitochondriale und nicht-mitochondriale Enzymesysteme

  • Expression des mitochondrialen Genoms

  • Qualitätskontroll- und Abbauprozesse einschließlich Mitophagie und Apoptose

  • Signal- und Redoxprozesse

  • Membranarchitektur und -dynamik

  • Calcium-Homöostase​

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Diese Vielfalt an unterschiedlichen Aufgaben eines Mitochondriums spiegelt sich in seiner komplexen Architektur wieder. Die teilautonomen Zellorganellen grenzen sich durch die äußere Membran vom Cytoplasma ab. Die innere Membran trennt den Intermembranraum von der Mitochondrienmatrix, wo die DNA-Replikation, die Transkription und die Proteinbiosynthese stattfinden. Formell ist die innere Membran wiederum unterteilt in eine innere Grenzmembran, welche parallel zur äußeren Membran verläuft und eine Cristae Membran. Beide Bereiche sind voneinander durch sogenannte Cristae Junction getrennt.

Während sich an der Grenzmembran vor allem Proteinkomplexe zur Fusion und Spaltung der mitochondrialen Membran befinden, so reichern sich entlang der Cristae-Membran vor allem die Proteine zur Schwefel-Eisen-Cluster-Synthese und die Proteinkomplexe der oxidativen Phosphorylierung, insbesondere Komplex V als finale Produktionsstelle für ATP an. 

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Phospholipidmembran – Schutz und Funktion

Jede der oben aufgeführten Membranen ist eine sogenannte Doppellipidmembran oder Phospholipidmembran. Ihre Beschaffenheit ermöglicht, dass Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren und Fette in die Zelle hineintransportiert und Abfallprodukte und Giftstoffe zur weiteren Entgiftung wieder ausgeschleust werden. Sie besteht im Wesentlichen aus sogenannten Phospholipiden (funktionelle Einheit) und Cholesterinen (Gerüst der Zellmembranen).

Die Außenmembran ist für den Stoffaustausch und den Schutz des Organells zuständig. In ihr sitzen sogenannte Porine, spezielle Transmembranproteine, durch die Ionen und kleinere Moleküle aufgenommen und abgegeben werden. Sie ermöglichen einen selektiven Stoffaustausch. Im Gegensatz dazu enthält die innere Membran keine Porine und ist für alle Moleküle undurchlässig. Ein Stoffaustausch ist nur mit Hilfe von spezifischen Transportproteinen für geladene und ungeladene Teilchen möglich. Nur durch diese Impermeabilität und Selektivität baut sich während der oxidativen Phosphorylierung ein Protonengradient entlang der inneren Membran auf. Protonen aus der Matrix strömen dabei in den Intermembranraum und treiben über einen mühlradartigen Mechanismus die ATP-Sythase an. Die Beschaffenheit der Doppellipidmembran mit den Phospholipiden als funktionelle Einheit hat somit großen Einfluss auf die Funktion der Mitochondrien und der Zellen. Ist die Membran geschädigt oder fehlen Phospholipide, kommt es zu Funktionseinbußen. So gerät sowohl die intrazelluläre Entgiftung als auch die ATP-Produktion ins Stocken.

Phosphatidylcholin, der Hauptbestandteil der Lipidmembran, wird im endoplasmatischen Retikulum synthetisiert. Über Brücken, bestehend aus bestimmten Proteinen, sind die beiden Organellen miteinander verknüpft. Dadurch kann unter anderem ein Lipidaustausch stattfinden.In den Mitochondrien selbst wird neben Phosphatidylethanolamin auch Cardiolipin produziert, welches in hoher Konzentration in der inneren Membran zu finden ist. Cardiolipin reichert sich direkt an der Cristae-Krümmung an, wo es nicht nur zur Stabilisierung beiträgt, sondern auch direkt mit den Komplexen der Atmungskette in Interaktion tritt und somit entscheidend für die ATP-Synthese ist.

Cristae – Schauplatz der ATP-Synthese

Die Morphologie der mitochondrialen Cristae ist sehr unterschiedlich und zelltypspezifisch.

Am häufigsten kommen Cristae in lamellenartigen Strukturen vor, aber auch blattformige, vesikulär-tubuläre, röhrenförmige oder regelmäßige dreieckige oder kubische Cristae sind bekannt. Das Erscheinungsbild der mitochondrialen Cristae steht in einem engen Zusammenhang mit Alterungsprozessen der Zelle und Zell Apoptose, außerdem beeinflusst es die Anordnung der Proteinkomplexe der Atmungskette. Die genaue Beziehung zwischen Cristae-Form, Proteinkomplex-Organisation und ATP-Synthese ist allerdings bis jetzt noch unbekannt. Es wird aber davon ausgegangen, dass sich die Atmungskettenkomplexe auf der relativ flachen Oberfläche der Cristaemembran anordnen, während sich die ATP-Synthase-

Dimere an der Randkurve der Cristae befinden. Diese Anordnung verhindert das Austreten von Protonen in den Intermembranraum oder ins Cytoplasma.

So entsteht ein für die ATP-Synthese essenzieller Protonengradient an der Cristaemembran.

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2. ATP - warum ist es für den Menschen so wichtig?

Jeder erwachsene Mensch besteht aus 100 Billionen einzelnen Zellen, welche die unterschiedlichsten Funktionen im menschlichen Organismus einnehmen können. Je nach Aufgabe verfügt jede dieser Zellen über ein Netzwerk von Hunderten oder mehreren Tausenden Mitochondrien zur Energieversorgung.

Pro Tag produzieren wir so circa 60 kg ATP für die Grundfunktionen der Lebenserhaltung wie zum Beispiel:

  • Herzschlag

  • Atmung

  • Verdauung

  • Gehirnleistung

  • Aufrechterhaltung der Körpertemperatur

  • Körperliche Aktivität

Die benötigte freie Energie entsteht durch die Spaltung von Adenosintriphosphat in Adenosindiphosphat und einem Molekül Phosphat mit Hilfe des Protonongradienten an der Cristaemembran. Dieser Protonengradient wird von den drei großen Enzymkomplexen der Atmungskette gespeist:

  • Komplex I (NADH/Ubiquinon Oxidoreduktase)

  • Komplex III (Cyctochrom c Reduktase)

  • Komplex IV (Cytochrom c Oxidase)

Am Ende der oxidativen Phosphorylierung nutzt die ATP-Synthase den pH- und Ladungsgradienten (Protonengradienten) über der Mitochondrienmembran zur ATP- Produktion. Dabei kommt es zu einem Rückfluss der zuvor generierten Protonen in den Matrixraum, durch die dabei freiwerdende Energie wird ATP aus ADP und organischen Phosphat gebildet.

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3. Ausbildung von Netzwerken

Mitochondrien bilden intrazelluläre Netzwerke der Energiegewinnung aus. Diese Netzwerke übernehmen neben der ATP-Synthese auch die Rolle einer Qualitätskontrolle, welche die Fusion, Spaltung und die mitochondriale Homöostase reguliert. Unter dem Begriff der mitochondrialen Homöostase versteht man das Gleichgewicht zwischen der Generierung neuer Mitochondrien durch den Prozess der Biogenese und der Entsorgung geschädigter Mitochondrien mittels Mitophagie. Der „Peroxisome Proliferator-Activated Receptor gamma Coactivator-1alpha“ (PGC-1α) nimmt eine Schlüsselrolle in der Steuerung beider Situationen ein.

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4. Der Prozess des Alterns

Das Altern, wissenschaftlich auch Seneszenz genannt, ist ein grundlegender, aber kaum verstandener biologischer Vorgang, der alles eukaryotische Leben betrifft. Eine Anhäufung defekter Mitochondrien ist deutlich im Alter festzustellen, aber Details der zugrunde liegenden molekularen Ereignisse sind weitgehend unbekannt. Man geht davon aus, dass den Alterungsprozessen im mitochondrialen Stoffwechsel eine pathologisch-erhöhte Konzentration an freien Radikalen vorausgeht. Diese führt in erster Linie zu morphologischen

Veränderungen an der Mitochondrienmembran, genauer an der Cristaemembran. Dadurch kommt es zu einer fehlerhaften Anordnung der ATP-Synthase Dimere und letztlich zu einer geringeren Ausbeute an ATP. Außerdem überwiegen im Alter die Spaltungsvorgänge über den Fusions-vorgängen, so entstehen immer mehr fehlerhafte und nicht funktionsfähige Mitochondrien. Da darüber hinaus die Konzentration des oben genannten Proteins PGC-1α

während der Seneszenz tendenziell abnimmt, fehlt der Zelle auch die Möglichkeit die Mitochondrien durch Mitophagie und Biogenese zu recyceln.

 

5. Optimierung des mitochondrialen Stoffwechsels und Steigerung der ATP-Ausbeute

Eine sprichwörtliche Energielosigkeit kann also mehrere Ursachen haben. Meistens fehlen durch einseitige Ernährung Vitalstoffe und Cofaktoren, um die Enzyme der ATP-Synthese zu aktivieren. Es entstehen durch freie Radikale, Schwermetalle und andere Toxine Schäden an den Mitochondrienmembranen, sodass die membrangebundenen Reaktionen wie der Citratzyklus oder die Atmungskette gehemmt sind. Auch fehlerhafte, kranke Mitochondrien drosseln die Energieproduktion und sollten schnellstmöglich entsorgt und durch gesunde Mitochondrien ersetzt werden. So lässt sich umgekehrt die ATP-Produktion durch folgende Punkte steigern:

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  • Entgiftung von freien Radikalen und Schwermetallen

Potenziell toxische Metalle führen zur Bildung von freien Radikalen, reaktiven Stickstoffverbindungen und Peroxinitrit und somit zu Lipidperoxidation und mitochondrialer Dysfunktion. Sie stören außerdem die intrazelluläre Calciumhomöostase, führen zu einem Potentialabfall an der Mitochondrienmembran, hemmen die Atmungskette und führen zur Deletion der mtDNA. Die Entgiftung von Schwermetallen mit geeigneten Chelatoren und die Neutralisation der freien Radikale mit wirksamen Antioxidantien ist deshalb die Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Mitochondrien Stoffwechsel.

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  • Atmungskette

Aufbau eines Protonengradienten durch Elektronenabgabe, es entsteht ATP und Wasser aus Elektronen und Sauerstoff > oxidative Phosphorylierung (Cu, Mg, Coenzym Q10, B2, B3, Vitamin K2, Vitamin C). Denn fehlt nur einer dieser genannten Mikronährstoffe kann die Energieproduktion ins Stolpern geraten.

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  • Phospholipide zur Stärkung und Reparatur der Mitochondrienmembranen. 

Für die Aufnahme der genannten Mikronährstoffe ist eine intakte Mitochondrienmembran essenziell. Die Doppellipidmembran gewährleistet einen selektiven Stoffaustausch, Aufnahme von lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren auf der einen Seite und das Ausschleußen von potenziell-toxischen Substanzen auf der anderen Seite.

Durch einen Mangel an Phospholipiden, insbesondere Phosphatidylcholin, kommt es zu Strukturschäden und zum Funktionsverlust der Mitochondrienmembran. Besonders membrangebundene Stoffwechselreaktionen wie die Atmungskette sind davon betroffen.

Mitochondrien- Recycling

Recyclingprozesse, wie zum Beispiel Mitophagie und die mitochondriale Biogenese, werden besonders dann in Gang gesetzt, wenn der Zelle der Nachschub an Nährstoffen fehlt. Die ist während des Fastens, bei sportlicher Betätigung oder auch beim Kältetraining der Fall. Denn diese Extremsituationen sind für die Zelle ein Signal zur Anpassung. Fehlerhafte Strukturen werden durch Mitophagie abgebaut und das Mitochondrien-Netzwerk wird durch die Biogenese aufgebaut.

Die Signalübertragung funktioniert beispielsweise über das Protein PGC-1α, welches besonders beim Kältetraining aktiviert wird. Aber auch bioelektrische Reize, beispielsweise übertragen durch das Me2Vie Gerät, regen das Protein an. Während der ca. 50-minütigen Behandlung werden computergesteuerte Frequenzen zwischen 3.600 und 40.000 Hertz über Gummielektroden durch den Körper geleitet. Der Patient spürt ein angenehmes, entspannendes Kribbeln. Diese Impulse lösen in den Körperzellen eine außergewöhnliche Reaktion aus. Die Zelle reagiert auf diesen Stress mit einer Optimierung ihrer Leistungsfähigkeit über die Aktivierung von Mitophagie und Biogenese.

6. Aufbau einer Mitochondrien-Therapie

So viel zur Theorie… Die gute Nachricht, die Anwendung in der Praxis ist nur halb so kompliziert!

Eine sinnvolle Mitochondrien-Therapie beginnt mit der Entgiftung. Bei Bedarf könnte mit geeigneten Chelatoren die Schwermetalle gebunden und ausgeleitet werden. Anschließend ist die Behandlung mit hochdosierten Antioxidantien zur Entgiftung von freien Radikalen sinnvoll. Im zweiten Schritt stabilisieren wir die mitochondriale Membran durch den Einsatz von Phosphatidylcholin und wirken so einem möglichen Funktionsverlust entgegen.

Das Herzstück des Therapiekonzeptes bildet die intravenöse Zufuhr von mitochondrial-wirksamen Mikronährstoffen, zum Beispiel in Verbindung mit der Anwendung des Me2Vie-Gerätes. Dabei werden die Mikronährstoffe in drei Phasen verabreicht.

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7. Patientengruppe

Zum Schluss stellen wir uns natürlich die Frage, wer profitiert von mehr ATP?

Die Antwort ist ganz klar: Alle!

Allerdings gibt es Patientengruppen, denen eine Energiespritze besonders guttun würde, denn viele der modernen Zivilisationskrankheiten resultieren aus einer Mitochondrien Dysfunktion.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Augenerkrankungen (AMD, Retinitis pigmentosa)

  • Chronisch-entzündliche Erkrankungen des ZNS (MS)

  • Endokrin-metabolische Erkrankungen (Insulin-Resistenz-Syndrom, Diabetes mellitus Typ II)

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Kardiomyopathie)

  • Neurodegenerative Erkrankungen (M. Parkinson, M. Alzheimer)

  • Neurologische Erkrankungen (amyotrophe Lateralskleorse,

  • Neuropathien, Myopathien, CFS, Restless-Legs-Syndrom)

  • Neuropsychiatrische Erkrankungen (ADHS, Autismus, Depression, Schizophrenie)

  • Nierenerkrankungen

  • Parodontopathien

  • Tinnitus

  • Tumorerkrankungen

Statue mit geschlossenen Ohren

Schwermetalle

 

Chemische Definition und Vorkommen

 

Was ist ein Schwermetall?

Dazu gibt es die verschiedensten Definitionen, einigen wir uns hier auf eine einfach chemische Begriffserklärung:

Schwermetalle haben eine Dichte > 5g/cm3

Dazu zählt ein großer Teil der Übergangsmetalle (Vanadium, Mangan, Eisen, Cobalt, Nickel, Kupfer, Zink, Zirkonium, Nobium, Molybdän, Ruthemium, Rhodium, Palladium, Silber, Cadmium, Lanthan, Hafnium, Tantal, Wolfram, Rhenium, Osmium, Iridium, Platin, Gold, Quecksilber), alle Metalle (Gallium, Indium, Zinn, Thallium, Blei, Bismut) und einzelne Halbmetalle wie zum Beispiel Arsen.

Aluminium hat eine Dichte von 2,7g/cm3, ist laut obiger Begriffserklärung also kein Schwermetall, sondern ein Leichtmetall. Dennoch kann es wichtig sein, eine Aluminiumbelastung zu therapieren, siehe Abschnitt Möglichkeiten der Entgiftung.

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Schwermetalle kommen naturgemäß in unterschiedlichen Konzentrationen, eingebunden als Oxide, Sulfide und Carbonate in der Erdkruste vor. Verwitterung und Erosion führen auf natürliche Weise zu einer Anreicherung im Boden und im Grundwasser.

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Schwermetalle und Spurenelemente

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Einige Schwermetalle sind in sehr niedrigen Konzentrationen lebensnotwendige Bestandteile unserer Nahrung und übernehmen wichtige Funktionen in physiologischen und biochemischen Prozessen von lebenden Organismen.

So zählen beispielsweise Kupfer, Chrom, Mangan und Zink zu den sogenannten essenziellen Spurenelemente: Ist der menschliche Organismus allerdings größeren Mengen dieser Spurenelemente ausgesetzt kommt es wiederum zu einer toxischen Wirkung und es kann gesundheitliche Folgen für Mensch und Tier haben.

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Umweltproblematik und Aufnahme in den Körper

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Auch wenn Schwermetalle natürlich vorkommende Elemente sind, so ist die zunehmende Verschmutzung unserer Umwelt und die Belastung von Organismen mit den Metallen ein Resultat der Industrialisierung und des technologischen Fortschritts.

Da ein Abbau von Schwermetallen durch chemische oder biologische Prozesse nicht möglich ist, akkumulieren die Schadstoffe und stellen eine ernstzunehmende Gefahr für jegliche Nahrungsketten dar.

Wie giftig Schwermetalle für lebende Organismen sein können, hängt ab von der Art der aufgenommenen Menge oder der Dauer der Exposition und vom Aufnahmeweg. Erfolgt die Resorption über den Verdauungstrakt, werden meist nur 1-10% der oft unlöslichen Metallkomplexe aufgenommen. Bei organischen Verbindungen verbessert sich die Aufnahme. Die Resorption über die Atemwege als Staub oder Aerosol liegt allerdings bei nahezu 100%. Dabei können einige

Schwermetalle auf direktem Weg über das Geruchsnervensystem ins Gehirn gelangen. Andere gehen den Umweg über die Lunge, den Blutkreislauf und letztlich passieren sie die Bluthirnschranke.

Transport von Blei (Pb), Cadmium (Cd) und Mangan (Mn) zum Gehirn. Blei, Cadmium und Mangan gelangen über den Darm und die Lunge in den Körper und werden im Blutkreislauf verteilt und zum Gehirn transportiert. Cadmium und Mangan gelangen auch über das olfaktorische Nervensystem ins Gehirn.

Blei passiert die Blut-Hirn-Schranke und reichert sich im Gehirn an. Alle drei Metalle können sich im Plexus choroideus ansammeln, einem Bestandteil der Blut-Liquor-Schranke (Liquor).

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Was passiert im Körper bei einer Schwermetallbelastung?

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  • Oxidativer Stress

Neben den bekannten Ursachen für die Entstehung von freien Radikalen, wie zum Beispiel Stress, Rauchen, Infektionen, übermäßige Sonneneinwirkung und Alkoholkonsum spielen besonders Umweltgifte wie zum Beispiel Schwermetalle eine wesentliche Rolle. Durch eine Fenton ähnliche Reaktion können Schwermetalle, insbesondere Eisen das äußerst reaktionsfähige Hydroxylradikal bilden.

Des Weiteren kann es durch Schwermetallexposition zu einer Überstimulierung der NADPH-Oxidase kommen, deren physiologische Funktion darin besteht, Sauerstoff zu bakteriell wirkenden Superoxidanionen zu reduzieren.

Die freien Sauerstoffradikale führen zu einer Mitochondrialen Dysfunktion, zu Lipidperoxidation und reagieren außerdem mit Stickstoffmonoxid zu hochreaktiven Stickstoffradikalen.

Ist die Konzentration von Stickstoff- und Sauerstoffradikalen gegenüber der im Körper verfügbaren Antioxidantien erhöht, spricht man von oxidativen und nitrosativen Stress.

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  • Silent Inflammation

Steigt die Konzentration der freien Radikale stark an, so setzt dies häufig eine intrazelluläre Entzündungskaskade durch Stimulation von NFκB in Gang. Dabei wird die gebundene Form des Transkriptionsfaktors freigesetzt und gelangt in den Zellkern, wo er an spezifische Gensequenzen bindet und die Bildung von proinflammatorischen Zytokinen, wie zum Beispiel TNFα, Il-1, Il-6 und Il-8 induziert.

So entstehen versteckte Entzündungsherde (Silent Inflammation) im Körper, die oft als Vorstufe von chronischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen gelten.

Der Mechanismus von Schwermetallen führt zu einer endothelialen Entzündung. Die Erzeugung von ROS durch Schwermetallbelastung führt zu einer Aktivierung der Entzündungskaskade über eine NF-kB vermittelte Signalübertragung, wodurch entzündliche Gentranskriptionen und die Expression von proinflammatorischen Zytokinen wie (TNFα-_, IL-1, IL-6 und IL-12)* ausgelöst wird. Darüber hinaus phosphoryliert durch die TNFα-Aktivierung der IkB und induzierte die Aktivierung des NF-kB-Wegs. Dadurch wird der entzündliche und oxidative Zyklus verschlimmert, was schließlich zu einer endothelialen Dysfunktion führt und CSVD fördert.

 

*Abkürzungen: TNFα: Tumornekrosefaktor, IL-1: Interleukin-1, IL-6: Interleukin-6, IL-12: Interleukin-12, ROS: Reaktive Sauerstoffspezies, NADPH-Oxidase: Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid-Phosphat-Oxidase, IkB-Kinase:

Inhibitor von kB, NFκB: nuclear factor ‚kappa-light-chain-enhancer‘ of activated B-cells

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Störung der intrazellulären Calciumhomoöstase

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Schwermetalle, insbesondere Quecksilber und Blei, sind in der Lage Zellfunktionen über eine Blockade der Calciumkanäle und durch die Änderung der intrazellulären Calciumkonzentration irreversibel zu schädigen.

Als Second Messenger ist Calcium wichtig für die biologische Regulation der Zellen über Transmitter und Hormone.

Eine gestörte Calciumhomöostase hat Auswirkungen auf die Muskelkontraktion, auf die Expression verschiedener Gene, die Aktivierung von Enzymen und auf die Funktion unserer Mitochondrien.

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Abfall mitochondriales Membranpotential

In verschiedenen Forschungsarbeiten fand man heraus, dass besonders durch Cadmium, Quecksilber und Blei ein Potentialabfall an der Mitochondrienmembran und eine Hemmung der Atmungskette herbeigeführt werden kann. Dies führt zu einer stark minimierten Energieproduktion und ferner zur Einleitung des programmierten Zelltodes.

 

Verbindung mit Thiolen und Enzymhemmung

Besonders schwefelaffine Metalle wie Blei, Quecksilber und Arsen gehen sehr starke Bindungen mit Thiol-Gruppen im Körper ein, welche beispielsweise in Form der Aminosäure L-Cystein in Peptid- und Proteinketten vorzufinden sind. Dadurch kommt es sehr häufig zu einer Beeinträchtigung der

Proteinfunktion oder gar zu einer irreversiblen Hemmung von Enzymen.

Beispiele für Strukturen mit einer solchen Thiolgruppe sind:

Coenzym CoA

Glycerinaldehyd-3-phospahtdehydrogenase

Glutathion

Glutathion- Peroxidase

Thioredoxin

Thioredoxin- Reduktase

Acetylcystein

Diese kurze Auflistung, die nur einige der Zielstrukturen von Schwermetallen aufzeigt, verdeutlicht die Vielfältigkeit einer Schwermetallbelastung beziehungsweise -vergiftung. Besonders betroffen sind Peptide/Proteine und Enzyme des Energiestoffwechsels und der ROS-Entgiftung.

 

Mögliche Symptome einer Schwermetallbelastung

 

Metall & Symptome

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Quecksilber

chronische Müdigkeit; Depression; schlechtes Gedächtnis und kognitive Funktion; emotionale Instabilität; periphere Taubheit oder Kribbeln, verminderter Tastsinn, Hören oder Sehen; Überempfindlichkeit und Allergien; anhaltende Infektionen einschließlich chronischer Mykosen Immunfunktion; Herzkreislauferkrankung

 

Blei

Ermüdung; Appetitverlust; Kopfschmerzen; schlechtes Gedächtnis; Unfähigkeit, sich zu konzentrieren; ADD/ADHS; verminderte Koordination; Reizbarkeit; Schmerzen in Bauch, Knochen und Muskeln; Gicht; Anämie

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Cadmium

Hypertonie; Fatigue; Muskel- und Gelenkschmerzen/Osteomalazie; Anämie; Lendenschmerzen; Arteriosklerose; Nierenschäden mit einhergehendem Harnverlust von essentiellen Mineralien, Aminosäuren und Protein

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Arsen

Unwohlsein; Muskelschwäche; Ekzem; Dermatitis; vermehrter Speichelfluss und starker „Knoblauchatem“ ,Schädigung der DNA Schwermetallen können sowohl das Erbgut im Zellkern schädigen als auch die Reparaturmechanismen in der Zelle blockieren. Sie wirken DNA-schädi-

gend und kanzerogen.

Sonderstellung Arsen: Strukturähnlichkeit zu Phosphatgruppen Arsen, welches formal die Definition von Schwermetallen erfüllt, oft aber zu den Halbmetallen gezählt wird, hat als Arsen (V) eine starke Ähnlichkeit mit Phosphatgruppen. So können Arsen (V)- Verbindungen die Phosphodiesterbindungen des ATPs aufbrechen und so den körpereigenen ATP Vorrat stark minimieren.

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Genetische Disposition und Polymorphismen

Obwohl man meistens einen Zusammenhang zwischen Schwermetallmenge im Körper und Geschlecht, Alter, Lifestyle, Beruf und Art der Exposition herstellen kann, mehren sich die Hinweise auf spezielle genetische Dispositio-nen, die beim Stoffwechsel und der Entgiftung von Schwermetallen eine Rolle spielen.

Folgende Proteine haben einen direkten und indirekten Einfluss auf Metabolismus, Aufnahme, Verteilung und der Entgiftung von Schwermetallen eine Rolle spielen.

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Ausscheidung von Schwermetallen:

Metallothion eine divalenter Metallionentransporter (DMT 1)

Methylentetrahydrofolat-Reduktase

Paraoxanase 1

Glutathion-S-Transferasen (GST)

Glutamyl-Cysteine-Ligase (GCL)

Polymorphismen in der Sequenz dieser Enzyme könnten der Grund für unterschiedlich stark ausgeprägte Symptomatiken von Schwermetallbelastungen sein. Auch kann dadurch die Verträglichkeit einer Metallausleitung stark be-einflusst sein.

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Folgeerkrankungen

Die aufgezeigten Mechanismen einer Belastung und Schädigung durch Schwermetalle führen häufig zu Verschleißerkrankungen und frühzeitigen Alterungsprozessen. Das Spektrum der Krankheiten, bei deren Entstehung

Schwermetalle ursächlich beteiligt sein können, reicht von neurodegenerativen Erkrankungen über degenerative Krankheiten des Bewegungsapparates bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen.

 

Beispiele sind:

Morbus Parkinson

Morbus Alzheimer

vaskuläre Demenz

Multiple Sklerose

Rheumatoide Arthritis

Fibromyalgie

KHK

pAVK

Herzinfarkt

Schlaganfall

Unerfüllter Kinderwunsch

Krebs

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Möglichkeiten der Entgiftung

1. Chelattherapie

Die sogenannte Chelattherapie gilt als vielversprechende Methode um die Schwermetallkonzentration im Körper zu reduzieren und damit einhergehende Symptome und Erkrankungen zu lindern. Dabei gehen die Chelatoren eine stabile, meist ringförmige Komplexbindung mit den Metallionen ein. Die entstandenen Verbindungen können einfach über den Urin (sowie in geringen Mengen über Stuhl, Atem und Schweiß) ausgeschieden werden.

​Bei Chelat handelt es sich um Chelatkomplexe; innere Komplexsalze, bei denen ein Metallatom wie im Gelenk einer Schere gelagert ist bzw. von einer Kralle umfasst wird; natürliche Chelate sind Chlorophyll und Hämoglobin.

Aus therapeutischer Sicht unterscheidet man schwefelaffine Metalle, wie zum Beispiel Blei und Quecksilber von sauerstoffaffinen Metallen, wie zum Beispiel Aluminium. Häufig verwendete Chelatbildner wie alpha-Liponsäure haben binden schwefelaffine Metalle. Übliche Komplexbildner für sauerstoffaffine Metalle sind die EDTA-Verbindungen.

Stellt man sich die einzelnen Chelatoren als Krebszange vor, so erscheinen die beiden Greifzangen bei EDTA-Verbindungen als COO- -Gruppen und bei Alpha-Liponsäure als Sulfhydrylgruppen.

Wirkstoffe:

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  • Alpha-Liponsäure

  • L- Glutathion

  • EDTA

  • Carnosin

  • weitere Aminosäure​n

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Jeder Chelatbildner bindet die jeweiligen Metalle unterschiedlich gut, man spricht von einer spezifischen Affinitätsreihe.

Den idealen Komplexbildner gibt es nicht, da jeder Komplexbildner auch automatisch essenzielle Mineralstoffe und Spurenelemente bindet.

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2. Antioxidative Therapie

Für die Entgiftung und die erfolgreiche Ausscheidung von Schwermetallen sind Antioxidantien unerlässlich.

Durch eine langandauernde Anwesenheit von Schwermetallen im Körper kommt es wie vorher aufgezeigt zu oxidativen und nitrosativen Stress und in der Folge zu Lipidperoxidation und zur Schädigung von DNA, Proteinen und Mitochondrien.

Neben der Chelattherapie ist es somit essenziell das entstandene Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien wieder auszugleichen, um herbeigeführte Zellschäden zu beheben.

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3. Auffüllen mit essenziellen Spurenelementen und wichtigen Mikronährstoffen

Da die genannten Chelatoren neben Schwermetallen auch essenzielle Spurenelemente und Mineralien binden und ausscheiden, ist es wichtig nach der Chelattherapie diese großzügig und sinnvoll aufzufüllen.

Außerdem gibt es Hinweise, dass beispielsweise Zink oder Selen vor den schädigenden Effekten der Schwermetalle schützen können, indem sie die Resorption der Schadstoffe verringern. Liegen Zink und Selen in einem leichten Überschuss vor, verdrängen sie Schwermetalle, welche Bindungen mit wichtigen Enzymstrukturen eingegangen sind und deren Funktion damit blockieren.

Des Weiteren zeigen beiden Spurenelemente auch eine stark antioxidative Wirkung, Zink als Cofaktor der Superoxid-Dismutase und Selen als Cofaktor der Glutathion-Peroxidase und der Thioredoxin-Reduktase.

 

Vintage Jar-Sammlung

Maßgeschneiderte Infusionen

 

Was ist Drip Spa?

In vielen Metropolen der Welt, wie Singapur, Dubai, Los Angeles oder London sind Vitamininfusionen zur Unterstützung des Wohlbefindens bei Gesunden schon lange bekannt. Der Begriff leitet sich ab vom englischen Wort „drip“ für Tropfen und „spa“, dem Oberbegriff für Wellnesseinrichtungen. Auch in Deutschland erfreuen sich diese Infusionen immer größerer Beliebtheit, gerade da ihre Anwendungsmöglichkeiten bei Gesunden nahezu unbegrenzt sind.

Ziel der Infusionen sind das Auffüllen von Nährstoffspeichern und der Stärkung von körpereigenen Stoffwechselprozessen im präventiven Bereich. Die Aufbauinfusionen, die häufig bislang nur im therapeutischen Bereich eingesetzt wurden, können auch Gesunden guttun und protektiv wirken. 

Genau hier setzt Drip Spa an: Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und Aminosäuren zur Stärkung von innen heraus!

 

Die Vorteile der Drip-Spa-Infusionen liegen dabei auf der Hand:

 

  • die wertvollen Inhaltsstoffe werden zu 100 % resorbiert und haben so

  • einen schnelleren und intensiveren Wirkungseintritt

  • die Mikronährstoffspeicher können nachhaltig und unkompliziert aufge-

  • füllt werden

  • es sind keine weiteren Zusatzstoffe enthalten (wie oftmals bei oralen

  • Präparaten)

  • es kommt zu keinerlei Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln, da die Magen-Darm-Passage umgangen wird 

 

 

Biochemische Eigenschaften Aminosäuren

 

Glycin

  • Bestandteil von Glutathion (Glycin, Glutamin, Cystein)

  • Zellschutz als Antioxidans

  • Unterstützung von Entgiftungsvorgängen in der Leber (Ausschleusung von Stoffwechselprodukten)

  • Anregung der Kollagensynthese > Festigung von Haut und Haaren

  • Beruhigende Wirkung als inhibitorischer Neurotransmitter

  • Puffernder Effekt auf übermäßige Magensäure

 

L-Arginin

  • Verbesserung der zellulären Immunantwort

  • Freisetzung von Hormonen (z.B. Wachstumshormone)

  • Verbesserte Durchblutung durch Vasodilatation 

  • verbesserte Versorgung der Haarwurzel mit wichtigen Mikronährstoffen

  • Unterstützung der Gedächtnisfunktion

  • Indirekt beruhigende Wirkung durch Gefäßerweiterung und damit verbundener Blutdrucksenkung

  • Leberschutz und Förderung der Leberentgiftung durch Abbau von Ammoniak in Harnstoff (zusammen mit L-Ornithin, L-Citrullin und L-Asparaginsäure)

 

L-Carnitin

  • Unterstützung des Fettsäurestoffwechsels durch Transport von langkettigen Fettsäuren in die Mitochondrien

  • Essenziell zur Energiegewinnung

  • Verbesserung der Belastungstoleranz des Herzmuskels

  • Stabilisierung der Herzmuskelzellen

  • Entgiftung von Stoffwechselprodukten aus den Mitochondrien

  • Regenerierung von Coenzym A

  • Stabilisierung von Biomembranen wie z.B. der Erythrozyten Membranen

  • Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems durchzunehmende Lymphozyten Proliferation

  • Stimulierung der Glucose Verwertung

  • Differenzierung und Apoptose von Zellen

  • Regulierende Effekte auf das Lipidprofil

 

 

L-Carnosin

  • Antioxidativ, hemmt die Produktion von (sauerstofffreien) Radikalen

  • Membranprotektiv:  Schutz vor Lipid-Peroxidation

  • Schwermetallkomplexierung und -ausleitung

  • Auffangen von Hydroxylradikalen und reaktiven Aldehyden

  • Verhindert die Vernetzung von Beta-Amyloid (Hauptursache von Alzheimer)

  • Erhöht die Lebensdauer der Zellen

  • Modulation der neuronalen Erregungsleitungen und Signalübertragungen im Gehirn (v.a. Hören, Sprache, Bewegung und Sozialisation)

 

L-Citrullin

  • Entgiftung von Ammoniak in der Leber zusammen mit

  • L-Arginin, L-Ornithin und L-Asparaginsäure

 

 

L-Methionin

  • Proteinbiosynthese, anaboler Stoffwechsel

  • Anregung des Homocysteinzyklus

  • Als Vorstufe von S-Adenosyl-Methionin Methylgruppendonator: Biosynthese von L-Carnitin, Phospholipiden (Cholin), Kreatin, Nukleinsäuren (Thymin), Neurotransmittern und Melatonin

  • Verbessert die Struktur von Haaren und Nägeln durch die Ausbildung von Schwefelgruppen- Ketten

  • Synthese von Cystein

 

L-Ornithin

  • Steigerung der Immunfunktion

  • Entgiftung von Ammoniak in der Leber zusammen mit L-Arginin, L-Citrullin und L-Asparaginsäure

 

L-Phenylalanin

  • Stimmungsaufhellende Wirkung durch Bildung der

  • Neurotransmitter Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin

  • Umwandlung zu L-Dopa

  • Schmerzstillende Wirkung

 

L-Tryptophan

  • Vorstufe von Serotonin

  • Stimmungslage, Steuerung von Affektivität, Schlaf-

  • Wach-Rhythmus, Schmerzwahrnehmung

  • Proteinbiosynthese, Bildung von Niacin und Tryptamin

  • Biosynthese der Coenzyme NAD+/NADH, NADP+/

  • NADPH (Atmungskette)

  • Produktion von Picolinsäure: Verbesserte Zinkaufnahme

 

N-Acetyl-L-Tyrosin

  • Vorstufe von L-Dopa, Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin

  • Steigerung der mentalen Wachheit als Vorstufe des Noradrenalins

  • Stimmungsaufhellender Effekt als Vorstufe von Dopamin

  • Synthese von Schilddrüsenhormonen

  • Notwendig zum Aufbau von Endorphinen (gemeinsame Struktur von Alpha-, Beta-, und Gamma-Endorphinen: Tyrosin-Glycin-Phenylalanin)

 

L-Lysin

  • Steigerung der Immunfunktion durch seine antiviralen Fähigkeiten

  • Hemmt die Aufnahme von L-Arginin, welches für die Replikation von Herpes-Viren benötigt wird 

  • Förderung der Wundheilung

  • Gefäßkräftigende und gefäßschützende Effekte

  • Anregung der Kollagensynthese > Festigung von Haut und Haaren

 

L-Prolin

  • Neben Glycin und L-Lysin Hauptbestandteil von Kolla-

  • genfasern

  • Essentiell für Synthese und Reparatur der Gelenke, Sehnen, Knochen, Knorpel, Haut und Gefäßwänden

  • Unterstützung des Heilungsprozesses von Verletzungen, Ulzerationen, Verbrennungen und anderen Gewebsschädigungen

 

Taurin

  • Antioxidative Wirkung

  • Beruhigende Wirkung als inhibitorischer Neurotransmitter

  • Stimulation der Abwehrkräfte

  • Modulation der neuronalen Erregungsleitung und Signalübertragung im Gehirn

  • Antiinflammatorische Wirkung durch Reduktion der TNF alpha-Produktion durch Makrophagen

  • Bereitstellung von Schwefelgruppen > verbesserte Haarstruktur

 

 

2. Vitamine

 

Adenosylcobalamin (Vitamin B12)

  • Aktive Form von Vitamin B12 im Mitochondrium

  • Baustein von ATP -> Energiegewinnung

  • Fördert die zelluläre Entgiftung

  • Unterstützt den Abbau von Fettsäuren

  • Ist notwendig zur Bildung der roten Blutkörperchen im Knochenmark

  • Unterstützt die Proteinsynthese und somit das Wachstum, sowie die Synthese von DNA und RNA

  • Entgiftung nitrosativer Stress

 

 

Biotin

  • Fördert den Energiestoffwechsel der Keratinozyten

  • Schwefel-Einbau in Haare und Nägel

  • Schlüsselfunktion im Mitochondrien-Stoffwechsel

 

D-Panthenol (Vitamin B5)

  • Bestandteil Coenzym A (Acylgruppenüberträger)

  • Beteiligung an mitochondrialem Energiestoffwechsel (Atmungskette)

  • Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fett- und Aminosäuren

  • Steroidhormonsynthese (Nebennierenrinde-, Sexualhormone)

  • Synthese von Vitamin A, Acetylcholin, Melatonin, Taurin, Coenzym Q10

  • Förderung der Wundheilung

 

Hydroxocobalamin (Vitamin B12)

  • Speicherform für Vitamin B12 in der Leber (Depot)

  • Entgiftung nitrosativer Stress

 

Methylcobalamin (Vitamin B12)

  • Aktive Form von Vitamin B12 im Zytosol

  • Liefert Methylgruppen (Nervenfunktion, Bildung Adrenalin und Melatonin, Entgiftung)

  • Ist essenziell zum Aufbau der Myelinscheiden der Nerven, welche eine schützende Funktion besitzen und zugleich eine schnelle Weiterleitung von Nervenimpulsen ermöglichen

  • Stellt die stoffwechselaktive Folsäureform Tetrahydrofolsäure bereit

  • Unterstützt den Abbau von Fettsäuren

  • Unterstützt die Proteinsynthese und somit das Wachstum, sowie die Synthese von DNA und RNA

 

Nicotinamid (Vitamin B3)

  • Vorstufe für NAD+, NADP+

  • Beteiligung an mitochondrialem Energiestoffwechsel (Atmungskette)

  • Zellschutz als Antioxidans

  • Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fett- und Aminosäuren

  • Steroidhormonsynthese (Nebennierenrinden-, Sexualhormone)

  • DNA-Replikation

  • Steigerung der Immunfunktion (Granulozyten-, Monozytenreifung)

  • Blutzuckerregulierung

 

Pyridoxin (Vitamin B6)

  • Nervensystem: Erregung-/ Reizleitung, Neurotransmitterbiosynthese, antinozizeptiv

  • Homocystein-Entgiftung (Bildung von Glutathion und Methylgruppen)

  • Steroidhormonsynthese (Nebennierenrinde-, Sexualhormone)

  • Verbesserte Immunkompetenz durch Produktion von Makrophagen, NK-Zellen und Antikörpern

 

Riboflavin-5-Phosphat (Vitamin B2)

  • Aktive Form von Vitamin B2

  • Bildung der Flavin-Coenzyme (FAD) für die mitochondriale Atmungskette

  • Schrittmacher mit mitochondrialen Energiestoff-wechsel (Atmungskette, Cofaktor Komplex I und II)

  • Xenobiotika-Entgiftung

  • Steigerung der Immunfunktion

  • Coenzym zur Aktivierung von Folsäure (Homocysteinkreislauf)

  • Hämatopoese

  • Synthese von Adrenalin, Schilddrüsenhormonen und Sexualhormonen

  • Zellschutz als Antioxidans: Reduktion von oxidiertem Glutathion

 

Thiamin (Vitamin B1)

  • Schrittmacher im mitochondrialen Energiestoffwechsel (Kohlenhydrate)

  • Hemmung der AGE-Bildung

  • Nervensystem: Erregungs-/ Reizleitung, Stoffwechsel

  • Neurotransmitter, antinozizeptiv

  • Steigerung der Immunfunktion

 

3. Mineralstoffe

 

Calcium

  • Reizübertragung im Nervensystem

  • Stabilisierung von Zellmembranen

  • Notwendig zur Muskelkontraktion

 

Kalium

  • Mitochondrialer Energiestoffwechsel: Beteiligung an Bildung von ATP

  • Bedeutendstes intrazelluläres Kation

  • Erregung von Nerven- und Muskelzellen

  • Kardialer Energiestoffwechsel

  • Blutdruckregulation

  • Regulation des Säure-Base-Haushalts

  • Insulinstoffwechsel, zellulärer Glucosetransport

 

Magnesium

  • Mitochondrialer Energiestoffwechsel: Beteiligung an Bildung von ATP

  • Kardialer Energiestoffwechsel

  • Blutdruckregulation

  • Regulation des Säure-Base-Haushalts

  • Insulinstoffwechsel, zellulärer Glucosetransport

  • Erregung von Nerven- und Muskelzellen

  • Hormon- und Neurotransmitterhaushalt: Regulation der zellulären Signalübertragung

  • Freisetzung von Hormonen und Neurotransmittern

  • Beteiligung an Knochenmineralisierung 

 

Reicht gesunde Ernährung nicht aus?

 

Gesunde Ernährung ist wichtig und stellt die Grundlage für einen gesunden Stoffwechsel dar. Man darf jedoch nicht unterschätzen, vor welche Herausforderungen das Stresslevel der heutigen Welt unseren Körper und seine Ressourcen stellt. Es fehlt oft die Zeit, Gerichte frisch zuzubereiten und die von der deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen 5 Portionen Obst und Gemüse täglich unterzubringen. Auch der erholsame Schlaf und damit die Regenerationszeiten kommen bei vollgepackten Tagen häufig zu kurz. Die Folge ist Stress! Hinzu kommen Umweltbelastungen durch Zusatzstoffe, Konservierungsmittel in der Nahrung, Schadstoffe, Abgase und

den selbst gewählten Giftstoffen wie, Zucker, Alkohol oder Zigarettenrauch. Die Folge sind hohe Mengen an Radikalen und zu wenig schützende Stoffe wie Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe und körpereigene Entgiftungssubstanzen.

In der Therapie von Erkrankungen hat die Anwendung von hochdosierten Mikronährstoffen als Infusionstherapie bereits einen hohen Stellenwert eingenommen. So hilft die gezielte, intravenöse Verabreichung von Vitamin C zum Beispiel die gesunde Funktion des Immunsystems zu erhalten und damit Infekten vorzubeugen oder Selen die Nebenwirkungen von Krebstherapien abzuschwächen.

Doch das Eingreifen kann auch bereits vor Auftreten eines manifesten Mangels sinnvoll sein. Sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen können die Infusionsmischungen zum Einsatz kommen, denn die Wirkstoffe gelangen sofort, unter Umgehung des First-Pass-Effektes in die Blutbahn und werden von dort schnell und effektiv zur Zielzelle transportiert. Mangelzustände auf zellulärer Ebene können so ohne Verzögerung durch eine Wirkstoffresorption von 100% ausgeglichen werden. 

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse

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1. Protect Drip

Ein starkes Immunsystem ist essentiell, um Krankheitserreger abzuwehren. Gerade in den kalten Wintermonaten muss das Abwehrsystem besonders effizient arbeiten, um uns vor Infekten zu schützen. Faktoren wie unausgewogene Ernährung, Schlafdefizit oder Stress im Alltag setzen unseren Abwehrkräften zu und verhindern eine optimale Immunreaktion des Körpers auf Viren und Bakterien. Einige Mikronähstoffe können hier gezielt das Immunsystem unterstützen und den Körper von innen gegen äußere Einflüsse schützen.

 

Immunzellen stärken

Vitamin C ist ein echter Immunbooster: Es aktiviert die körpereigene Abwehr und schützt als Antioxidans die Körperzellen. Denn Ascorbinsäure hat großen Einfluss auf die Immunzellen im Körper: Es schützt die Fresszellen (Phagozyten) vor Oxidation und verlängert so deren Lebensdauer. Gleichzeitig wird die Aktivität verschiedener Immunzellen (Neutrophilen, Eosinophilen und Monozyten) gesteigert, was zu einer verstärkten und schnelleren Immunreaktion bei Kontakt mit Antigenen führt. Auch die Antikörperproduktion wird durch Vitamin C gesteigert, sodass eine spezifische Abwehr

schneller ablaufen kann. L-Lysin hat wie keine andere Aminosäure die Fähigkeit das Immunsystem bei viralen Infekten zu stärken. Es hat antivirale Eigenschaften und wird besonders bei häufigen Herpes-Infektionen eingesetzt. Gleichzeitig ist die Aminosäure notwendig zur Synthese von Kollagen und Elastin und damit zur Wundheilung und zum Aufbau von Haut, Gefäßwänden und Sehnen. L-Carnitin trägt zur Aktivierung des körpereigenen Abwehrsystems bei. Dies geling der Aminosäure durchzunehmende Lymphozyten Proliferation, erhöhte Phagozytose Aktivität von natürlichen Granulozyten

und Monozyten, sowie gesteigerte Aktivität der natürlichen Killerzellen. 

 

Entgiftung und Antioxidantien

L-Arginin hat viele positive Einflüsse auf den menschlichen Stoffwechsel. Es aktiviert die Makrophagen und natürlichen Killerzellen und verbessert damit die Immunreaktion. Auch auf das kardiovaskuläre System hat die Aminosäure protektive Eigenschaften durch einen durchblutungsfördernden und blutdrucksenkenden Effekt. In Kombination mit L-Citrullin, L-Ornithin und L-Asparaginsäure regt die Aminosäure unsere Leber zur Ammoniak-Entgiftung an.

Taurin ist ein Aminosäurederivat, welches die Eigenschaft hat, die Zellen von freien Radikalen zu entgiften und vor oxidativen Schäden zu schützen. Auf das Immunsystem hat Taurin einen stimulierenden Effekt, durch Steigerung der Aktivität der natürlichen Killerzellen und Freisetzung von Interleukin-1 aus den Makrophagen. 

L-Methionin unterstützt die Entgiftung von körperfremden Stoffen direkt durch Umwandlung zu L-Cystein, sowie als Vorstufe von Glutathion. Außerdem schützt es als Vorstufe von Glutathion die Zellen vor oxidativen Schäden. L-Carnosin ist eine immunmodulierende Aminosäure, die die Aktivität der Makrophagen regulieren kann. Die antioxidative Wirkung des L-Carnosins schützt die Zelle vor oxidativem Stress, Radikalen und Membranschäden. 

 

2. Relax Drip

Raus aus dem Alltag, einen Moment der Ruhe finden, durchatmen – das wünschen wir uns nur allzu oft und finden doch nicht immer die Zeit dazu.

Selbst wenn man abends im Bett liegt, drehen sich häufig noch die Gedanken und die Ereignisse des Tages lassen einen nicht los. Um die besten Voraussetzung für die körperliche und mentale Entspannung zu schaffen, können einige Mikronährstoffe gezielt zur Aktivierung unseres Ruhenervs, dem Parasympathikus, als ausgleichende Botenstoffe und zur vermehrten Bildung des Glückshormons Serotonin genutzt werden.

 

Neurotransmitter in Balance bringen

Die heutige Dauerstimulation des Sympathikus bringt das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems häufig in Dysbalance, sodass eine kurzzeitige Aktivierung des Parasympathikus über die Gabe von Cholincitrat und die so induzierte Bildung von Acetylcholin auch längerfristige Effekte bewirken kann. Acetylcholin wirkt als Neurotransmitter im parasympathischen Nervensystem sowohl an der ersten wie auch der zweiten Synapse. Um die Wirkungen des Parasympathikus zu beschreiben, eignet sich das Motto ‚rest and degest‘ sehr gut – die Speichelsekretion und die Darmmotalität werden angeregt, die Atmung wird tiefer, die Herzfrequenz langsamer. Die Aminosäure L-Tryptophan ist die Vorstufe des Botenstoffes Serotonin und kann somit die Stimmungslage, das Schmerzempfinden, sowie den Schlaf-Wach-Rhythmus positiv beeinflussen. 

 

Ausgleichen und entgiften

Glycin und Taurin stellen beide inhibitorische Neurotransmitter dar, wirken also beruhigend und ausgleichend. Taurin moduliert zusätzlich die neuronalen Erregungsleitung und Signalübertragung im Gehirn und ist stark antioxidativ wirksam. Glycin fördert die Entgiftung als Bestandteil vom stärksten körpereigenen Entgiftungsstoff Glutathion und wirkt puffernd bei übermäßiger Magensäureproduktion.

 

Blutdruck senken und Nervenzellen schützen

Die Mineralstoffe Kalium und Magnesium sind Bestandteile des mitochondrialen Energiestoffwechsels und regulieren den Säure-Base-Haushalt im Blut. Magnesium reguliert als physiologischer Calcium-Antagonist den Gefäßmuskeltonus und senkt den Blutdruck. Durch Abschirmung der Nervenzellen vor Überstimulierung durch Glutamat agiert es als eine Art Schutzschild vor übermäßigem Stress für die Nervenzellen.

 

3. Detox Drip

Sich von unnötigem Ballast zu befreien, um mehr Leichtigkeit ins eigene Leben zu bringen, dies sollte man ebenfalls auf seinen Körper beziehen. Seinen Körper reinigen!

Trennen wir uns von belastenden Schlacken und angesammelten Schadstoffen und unterstützen wir unseren Körper bei der Entgiftung und Ausscheidung mit wichtigen Aminosäuren und Antioxidantien. Je nach Schadstoff greift unser Körper zu unterschiedlichen Entgiftungsmechanismen, um eine effektive Entsorgung oder auch eine Umwandlung in ein nicht giftiges Stoffwechselprodukt zu gewährleisten.

 

Leberentgiftung Phase I und II

Köperfremde Giftstoffe (Umweltgifte, Medikamente) werden zunächst in der Phase I durch Oxidation, Reduktion oder Hydrolyse mit Hilfe der Enzyme der CYP-Familie funktionalisiert. Dabei entstehen vor allem hydrophile Metabolite, welche unter Umständen noch reaktiver sein können als die Ausgangsstoffe. Deshalb spricht man in der ersten Phase auch von einer Giftung. Im Normalfall schließt sich aus diesem Grund sofort die Phase 2 der Entgiftung an. Die anfallenden Metabolite aus Phase 1 werden mit Glutathion, Glucoronsäure, L-Methionin und Glycin konjugiert und somit entgiftet.

Die beiden Aminosäuren L-Glutamin und Glycin bilden zusammen mit L-Cystein das Tripeptid L-Glutathion und unterstützen somit die Entgiftungsprozesse unserer Leber. Reduziertes Glutathion schützt außerdem sehr effektiv vor freien Sauerstoffradikalen, indem es selbst ein Elektron auf die radikalischen Spezies überträgt und neutralisiert.

 

Einsatz von Antioxidantien und Entgiftung von Ammoniak

Die Antioxidantien Taurin und L-Carnitin neutralisieren freie Radikale und bewahren uns so vor Zellschäden und frühzeitigen Alterungsprozessen.

Die Aminosäuren L-Arginin, L-Ornithin, L-Citrullin und L-Asparaginsäure regen die Umwandlung von Ammoniak in Harnstoff in den Hepatozyten an.

Das starke Zellgift Ammoniak fällt bei der Verstoffwechselung von Nahrungseiweißen im Dickdarm mit bis zu 5g täglich an und vermag die Bluthirnschranke und Zellmembranen zu passieren. Die Barrierefunktion unseres Darms erhalten und Schadstoffe komplexieren

L-Glutamin dient der Aufrechterhaltung einer gesunden Darmschleimhaut, sodass ein gezielter Stoffaustausch bei gleichzeitigem Erhalt der Schutz- und Barrierefunktion möglich ist. Pathogene Keime und Schadstoffe prallen an der Mucosawand ab und werden auf schnellstem Wege wieder ausgeschieden. L-Lysin unterstützt zusätzlich die Immunfunktion unseres Körpers durch seine antivirale Wirkung und kann das Schwermetall Blei binden und zu seiner Entgiftung beitragen. 

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4. Beauty Drip

Volles Haar, ein gesunder Teint und kräftige Nägel gelten als unabdingbar für unsere heutige Definition von Schönheit. Um der Haut zu neuer Geschmeidigkeit und Festigkeit zu verhelfen und eine starke Haarstruktur zu fördern, können neben passender Kosmetik, Sport und ausgewogener Ernährung einige Mikronährstoffe gezielt eingesetzt werden. Die wichtigsten Aminosäuren der Kollagensynthese, Förderung der Durchblutung und schwefelhaltige Substanzen spielen hierbei eine große Rolle.

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Stärkung der Kollagenfasern

Das Grundstruktur-Protein unserer Haut ist Kollagen, welches aus einzelnen Kollagenfasern besteht. Die Fasern sind wiederum aus drei, zu einer Tripelhelix gewundenen Peptidsträngen zusammengesetzt. Die Aminosäurensequenz der drei Peptidketten ist jeweils nahezu gleich und an erster Stelle immer mit Glycin besetzt, auffallend häufig gefolgt von hydroxyliertem Prolin und Lysin. Wir geben mit Glycin, Prolin und Lysin somit die Grundbausteine, um neue Kollagenfasern zu bilden. Als Cofaktoren für diesen Aufbau fungieren allen voran das Vitamin C - aber auch Sauerstoff, Eisen und alpha-Ketoglutarat. 

Durch den Einsatz der basischen Aminosäure L-Arginin kommt es über die Synthese von Stickstoffmonoxid zu einer systemischen Gefäßerweiterung. Sowohl das Hautgewebe als auch die Haarwurzel werden besser durchblutet und somit optimal mit Mikronährstoffen versorgt. Des Weiteren konnte in Studien nachgewiesen werden, dass L-Arginin den Spiegel an Hydroxyprolin zu steigern vermag und dadurch den Gehalt an Kollagenfasern erhöht – es wirkt sozusagen als Kollagen-Booster. 

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Förderung der Keratinstruktur

Ein weiteres, sehr bekanntes Strukturprotein im Zusammenhang mit Festigkeit und Stärke ist das Keratin. Es ist Hauptbestandteil von Haaren und Nägeln und erhält seine Stabilität durch die Ausbildung von Disulfidbrücken, welche vor allem zwischen Cysteinresten gebildet werden. L-Methionin ist die natürliche Vorstufe von L-Cystein und trägt dadurch zur Bildung bruchfester Haar- und Nagelstruktur bei. Taurin stellt nicht nur ebenso Schwefelgruppen bereit, sondern schützt als starkes Antioxidans Gefäße und Lipid-strukturen vor Peroxidation und entgiftet den Körper von Radikalen wie

Hypochlorit. Das H-Vitamin Biotin unterstützt sowohl den Energiestoffwechsel der Keratinozyten, als auch die Einlagerung von schwefelhaltigen Aminosäuren in die Haarwurzelzellen und fördert so das gesunde Haarwachstum.

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5. Perfect Age Drip

Die Versorgung unserer Zellen mit Antioxidantien und wichtigen Mikronährstoffen ist für einen gesunden Alterungsprozess unabdingbar. Die reife Haut benötigt besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung, um nicht an Elastizität und Festigkeit zu verlieren. Indem gezielt Baustoffe wie L-Prolin und L-Lysin aufgefüllt werden, kann die Kollagensynthese unterstützt werden und eine optimale Hautalterung gelingen. Die Infusion Perfect Age vereint alle notwendigen Aminosäuren und Mikronährstoffe, um die Zellregeneration und einen perfekten Alterungsprozess zu unterstützen.

 

Förderung der Durchblutung

L-Arginin ist nicht nur eine der bedeutendsten Aminosäuren unseres Immunsystems, sondern kann außerdem die Freisetzung von Wachstumshormonen erhöhen und damit zu einem zellregenerierenden Prozess beitragen.

Als Vorstufe des Neurotransmitters NO bewirkt L-Arginin eine Weitstellung der Gefäße und fördert somit die Durchblutung und Sauerstoffversorgung unserer Organe. In Kombination mit Citrullin, Ornithin und Asparaginsäure regt die Aminosäure unsere Leber zur Ammoniakentgiftung an.

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Entgiftung und Antioxidantien

Glycin ist fester Bestandteil des Tripeptids Glutathion und unterstützt somit auch die Entgiftungsprozesse unserer Leber. Taurin ist sowohl für seine antioxidativen als auch antientzündlichen Eigenschaften bekannt. Die aminosäure-ähnliche Substanz reduziert die TNF-α Produktion der Makrophagen. L-Carnosin ist ein Dipeptid aus den beiden Aminosäuren L-Histidin und ß-Alanin. Es zeigt eine ausgeprägte Wirkung als Antioxidans und findet zudem häufig Anwendung wegen seiner entgiftenden Eigenschaften gegenüber Aldehyden und Schwermetallen. Gerade im Anti-Aging Bereich wird L-Carnosin regelrecht gehypt. Man verspricht sich eine Steigerung der Elastizität und Festigkeit der Haut, eine Verlängerung der Zelllebensdauer und eine Reduktion der Verzuckerung von kollagenen Fasern. Aufbau Kollagenfasern L-Lysin und L-Prolin sind beides wichtige Substrate der Kollagensynthese. Beide Aminosäuren erscheinen auffallend häufig in der Sequenz des Peptidstranges. Als Vorstufe von Hydroxyprolin und Hydroxylysin sorgen sie außerdem für Struktur und Stabilität der kollagenen Fasern.

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Positiver Einfluss auf die Neurotransmitterbalance

N-Acetyl-L-Tyrosin ist die wasserlösliche Form von L-Tyrosin und dient der Synthese der Neurotransmitter L-Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. Die Aminosäure zeigt somit stimmungsaufhellende Effekte und eine Steigerung der mentalen Wachheit. Als Substrat der natürlichen Schilddrüsenhormonproduktion kann sie außerdem einen Beitrag zum Perfect-Aging leisten.

 

L-Methionin wird im Körper aktiviert zu S-Adenosyl-Methionin, einem wichtigen Methylgruppen-Donator. Die Methylgruppen werden vor allem zur Bildung von Neurotransmittern wie beispielsweise Acetylcholin und Melatonin verwendet. Die Neurotransmitter zeigen stark anxiolytische und antidepressive Wirkungen oder wie im Falle von Melatonin antioxidative und Anti-Aging-Effekte. 

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